Mal wieder eine Dienstreise in mein geliebtes Queensland. Ich fliege mit dem ersten Flieger aus Melbourne nach Brisbane. Mein neuer Kollege Justin holt mich ab. Wir haben 2 (sehr erfolgreiche) Kundentermine in Brisbane, bevor wir uns auf die Fahrt nach Roma machen. Es sind über 500 km, wir werden fast 6 Stunden dafür brauchen. Nach
großer, schwüler Hitze in Brisbane kommen wir zwischen Chinchilla und Miles, es ist schon dunkel in ein heftiges Gewitter. Alles blitzt um uns herum, kurzzeitig ist die Fahrbahn überflutet und wir müssen langsam fahren. Zwischendurch gehen wir im “Commercial Hotel” in Chinchilla essen. Ich wähle ein Rumpsteak, extrem lecker, riesig und sehr günstig (für meinen Körper war es nicht so der Hit, ich
muss noch lernen….). Todmüde fallen wir in Roma im Best Western Hotel ins Bett. Da ich mich den ganzen Tag nicht bewegt habe, laufe ich noch 20 Minuten durch die dunkle Stadt. Das Hotel liegt direkt am Warrego Highway, so dass jeder Roadtrain (es sind hier überwiegend riesige Viehtransporte, da Rinderhaltung hier ein Haupterwerbszweig ist), der vorbeifährt, alles erzittern lässt. Insofern wird es eine unruhige Nacht.
Morgens am Dienstag fahren wir Richtung Norden nach Spring Gully, unser erster Kindentermin. 2 Stunden Outback zu einer Gasfoederanlage. Viel Gegend, es sieht hier aus wie eine vertrocknete Lüneburger Heide, natürlich mit Kängurus und Eukalyptusbäumen. Anschließend haben wir den ganzen Nachmittag in Roma Termine. Ein Sehr erfolgreicher Tag. Ich gehe im Pool ein paar Bahnen schwimmen. Da es mit staubigen und dunstigen 36 Grad sehr heiß heute war, fühlte sich das Wasser im Pool eiskalt an, zunächst, dann aber herrlich erfrischend. Roma ist ein Paradies für Papageien und Lorikeets. Tolle Aufnahmen sind hier möglich.
Mittwoch geht es zunächst nach Chinchilla, der Dunst und der Staub sind noch stärker geworden. Die Gefahr von Buschfeuern ist sehr hoch, da am Ende der Trockenzeit alles wirklich knochentrocken ist. Fast alle Flussbetten sind ausgetrocknet. Die Städte haben “Water Restriction” in der höchsten Stufe in Kraft. Vor dem Buero des Kunden sitzen junge Apostelbirds in einem Baum. 12 Stück, dicht an dicht. Wäre ein schönes Foto gewesen, aber auf dem Firmengelände ist Fotografier verbot. Was soll’s. Wir fahren weiter nach Dalby, haben einen späten Kundetermin und checken im Hotel ein. Wir treffen Barry aus Brisbane, mit dem ich die restlichen Tage verbringen werde. Gegenüber im Pub gehen wir abends essen. Ich esse einen thailändischen Salat- brutal scharf, ich schnappe nach Luft. Das Hotel, das “Myall Motel” ist very basic, aber sehr günstig. Man fühlt sich wie im Knast, dazu stinkt es nach Insektenspray. Auch erzeugt jeder Roadtrain, der vorbeifährt, es ist wieder der Warrego Highway, ein kleines Erdbeben im Zimmer.
Donnerstag gehen wir in der Innenstadt frühstücken- das Hotel bietet diesen Service nicht- und treffen im Anschluss einen ersten Kunden. Justin , mein Kollege der ersten 2 1/2 Tage, verlässt uns und fährt zurück nach Boyne Island, seinem Heimatort. Barry und ich fahren über Toowoomba, ein weiterer Kundentermin, nach Brisbane. Toowoomba liegt in etwa 700 m Über N.N. und ist dadurch angenehm kühl. Es ist die größte Stadt Queenslands, die nicht an der Küste liegt. Kurz vor Feierabend schauen wir in unserer Werkstatt in Rocklea, einem industriellem Vorort von Brisbane vorbei. Nachdem mich Barry im Hotel abgesetzt hat – es ist das “Diana Plaza” Hotel – rufe ich Bernd, einen deutschen Freund aus Melbourne an. Wir hatten uns zum Abendessen verabredet, da Bernd auch beruflich in Brisbane ist. Leider hat er keine Zeit, da es Probleme mit seinem Projekt gibt. Also laufe ich eine kurzes Stück, um meine Leber zu starten- ich sitze einfach zu viel. Auf dem Heimweg kaufe ich mir ein paar Sushi Rolls, die ich im Hotelzimmer esse. Auweia, die Kaffetasse habe ich missbraucht, um darin die Sojasoße mit dem Wasabi zu mischen. Sie sieht nachher wirklich eklig aus
. Da ich total müde bin, gehe ich gegen 20.30 Uhr schlafen, gute Entscheidung.
Freitag holt mich Barry gegen 08.00 Uhr am Hotel ab. Es wird ein heißer Tag mit strahlendem Sonnschein und 32 Grad. Wir haben 4 Kundentermine, alle im Bereich der Küste. Was soll ich sagen, einer erfolgreicher als der andere. So ein Tag tut gut. Der letzte Termin wird kurzfristig abgesagt, so dass ich gegen 15.00 Uhr am Airport in Brisbane sein kann. Ich kann meinen Flug auf die 17.00 Uhr Maschine umbuchen, so bin ich 2 Stunden früher zu Hause.
Ab heute 16.00 Uhr Melbourne Zeit heißt es, für Gerlinde zu beten! Sie hat ihr erstes Vorstellungsgespräch in einem Kindergarten. Was für ein Erfolg, schon 1 Woche, nachdem sie die ersten Bewerbungen verschickt hat. Wir alle denken ganz Doll an sie. Es ist ein ganz neues childcare Center, dass in Brighton, einem benachbarten Stadtteil eröffnet wird. Sie hat ein gutes Gefühl nach dem Gespräch und glaubt auch, dass sie sich gut verkauft hat. Mals sehen, vielleicht hat sie nächste Woche schon grünes Licht für einen neuen Job!!!!